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Dr. Marc Tafoya – Pacific Retina Care

Erfahrungen aus einer Netzhautpraxis in Hawaii: Umgang mit einer besonderen Patientenpopulation

Dr. Marc Tafoya leitet eine Praxis für Netzhauterkrankungen in Waipahu, Hawaii. In diesem Interview erklärt er, warum seine Behandlungsmethode sehr effizient und nachhaltig sein muss und wie die navigierte Lasertherapie zur Verbesserung der von ihm angebotenen Therapien beiträgt.

Dr. Tafoya, Ihre Praxis in Waipahu, Hawaii, unterscheidet sich etwas von anderen aufgrund der Patientenzusammensetzung. Können Sie uns bitte beschreiben, was Ihre Patienten so besonders macht und wie Sie damit in Ihrem Arbeitsalltag umgehen?

In meiner Praxis für Netzhauterkrankungen habe ich mehrere Patienten von abgelegenen Inseln, darunter Samoa, Tonga, die Marshallinseln und Mikronesien im Südpazifik, wo es keine eigenen Netzhautspezialisten gibt. Diese Patienten weisen in der Regel sehr schwere Formen von diabetischer Retinopathie auf. Aufgrund der fehlenden medizinischen Versorgung in diesem Bereich kommen sie für relativ kurze Zeit nach Hawaii, um ihre Familien zu besuchen und sich behandeln zu lassen. Danach dauert es meist längere Zeit, bis sie wiederkommen, das können drei Monate oder auch zwei Jahre sein. Ich biete Laserbehandlungen, Injektionen und Operationen an, aber letztendlich müssen meine Behandlungsmethoden sehr effizient sein und ich muss nachhaltige Lösungen finden.

Wie hilft Ihnen die navigierte Lasertherapie dabei, die Versorgung Ihrer Patienten zu verbessern? Wie ist das Verhältnis zwischen Injektionen und Laserbehandlungen bei Ihnen?

Vor allem bei den Patienten von den Inseln verwende ich Laser, wann immer es geht – panretinale Behandlungen zur Verhinderung von Netzhautablösungen, aber auch fokale Lasertherapien zur Unterstützung von erhaltenen Injektionen. Als ersten Schritt entscheide ich mich also bevorzugt für PRP. Beim nächsten Besuch erhalten sie einen Injektion. Manchmal, wenn Patienten länger bleiben können, kann ich eine zweite oder dritte Injektion durchführen, bevor sie eine fokale Laserbehandlung zur Stabilisierung des Sehvermögens erhalten. Ich verwende den navigierten Netzhautlaser Navilas® 577s, mit dem man mehr Laserbehandlungen in kurzer Zeit unterbringen kann. Die Behandlung ist für Patienten viel angenehmer als mit meinem alten 532nm-Laser. Und durch die Vorplanung kann ich schneller arbeiten. Somit kann ich in einer Sitzung so viele Laserspots wie möglich machen. Bei fokalen Anwendungen schätze ich die Genauigkeit des navigierten Systems, da es mir bei der Behandlung von Aneurysmen hilft, die sehr nahe an der Fovea liegen. Oft ist es möglich, durch das Verschließen eines einzigen undichten Mikroaneurysmas ein Ödem zu stabilisieren, das sich sonst in der langen Zeit bis zur nächsten Injektion verschlimmern könnte.

Setzen Sie auch unterschwellige Behandlungen mit Mikrosekundenpuls bei der Versorgung Ihrer Patienten ein?

Ja, das tue ich. Die Mikrosekundenpuls-Funktion (MSP) war ein weiterer Grund, warum ich mich für den navigierten Laser entschieden habe. MSP hilft mir bei der Behandlung von diffusen Ödemen, indem ich die Fluoreszenzangiographie importiere und die betroffenen Bereiche dann im unterschwelligen MSP-Modus behandle. Mit dem vollständigen digitalen Navilas®-Laser kann ich diese MSP-Behandlungen dokumentieren, um die Langzeitwirkung besser zu verstehen. Ich kombiniere herkömmliche fokale Laserungen für Mikroaneurysmen und MSP für diffuse Bereiche oder Bereiche, die zu nah an der Fovea liegen. Je näher ich der Fovea komme, desto eher verwende ich unterschwellige Behandlungsparameter. Ausgehend von meiner kurzzeitigen Erfahrung würde ich ein positives Ansprechen auf die MSP-Behandlung bei etwa 50–60 % der chronischen, rezidivierenden DME-Patienten schätzen. Dabei feile ich ständig weiter an den idealen Parametern für noch bessere Effekte.

Sie haben den Nutzen für Sie und Ihr Team erwähnt. 
Nehmen Ihre Patienten die Vorteile des navigierten Lasersystems bewusst wahr?

Ja, auf jeden Fall. Sie schätzen den Komfort sehr und sie waren neugierig auf diesen modernen Laser. Bei einigen hatte ich ein Auge mit dem alten Laser behandelt und das andere mit dem neuen und sie sagten: „Ich wünschte, ich hätte die neue Behandlung auch für das andere Auge gehabt.“ Viele Patienten fanden die Behandlung mit dem alten Laser unerträglich. Sie hatten Angst vor dem alten Laser. Jetzt mit dem computergesteuerten Laser habe ich heute Nachmittag vor diesem Interview gerade 3 PRPs durchgeführt. In einer PRP habe ich 3200 Spots gesetzt und die Patientin meinte, sie habe keine Schmerzen, „es fühlte sich eher wie eine Massage an“

Dr. Tafoya, vielen Dank für Ihre Zeit.

Dr. Marc Tafoya Pacific Retina Care

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