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Dr. Lars Freisberg, Tulsa Retina Consultants

Die Vorteile von Navilas® für eine Privatpraxis

In diesem Interview erklärt Dr. Freisberg, wie Navilas zu einem besseren Zeitmanagement in seiner Praxis beiträgt, warum er für seine Patienten ein besseres Erlebnis bietet und warum Lasern plötzlich wieder Spaß macht.

Dr. Freisberg, was sind die Herausforderungen beim Einsatz von Lasern bei Eingriffen an der Netzhaut in einer modernen Praxis mit vielen Patienten?

In unserer Praxis behandeln wir etwa 30 Patienten pro Woche mit Laser-Photokoagulation. Die zentrale Herausforderung ist das Zeitmanagement mit dem Laser.

Wir müssen so effizient wie möglich sein, aber wir wollen auch, dass die Behandlung für unsere Patienten möglichst angenehm ist. Oft stehen wir jedoch vor der Herausforderung, dass die Diagnose und der Behandlungsplan erstellt wurden und die Patienten aufgrund von Reise- und Freizeitproblemen eine Behandlung am selben Tag wünschen. Oder die Behandlung kann sich bei einem licht- oder schmerzempfindlicheren Patienten verlängern, was wiederum den Tagesablauf verzögert, da der Patient eine zeitaufwändige retrobuläre Anästhesie benötigt. Das wirkt sich auf unsere Effizienz aus.

Wie trägt Navilas zu einem besseren Zeitmanagement bei?

Es gibt drei wesentliche Aspekte, wie Navilas zu einem besseren Zeitmanagement in unserer Praxis beiträgt: 

  • Navilas ist für Patienten viel angenehmer.
  • Die Patientenaufklärung ist viel einfacher.
  • Durch die automatisierte Dokumentation der Behandlung sparen wir viel Zeit.

Wie kann eine „angenehmere“ Behandlung mit Navilas Verzögerungen reduzieren? 

Da die Schmerzwahrnehmung mit Navilas viel geringer ist, reduziert sie die mögliche Verzögerung durch Patienten, die eine Pause benötigen, keine zu lange Behandlung vertragen oder die eine retrobuläre Anästhesie wünschen, insbesondere bei peripheren Anwendungen. Auch lichtempfindliche Patienten vertragen die Behandlung mit Navilas gut. Bei der fokalen Therapie schätzen wir auch die Zeitersparnis durch die Behandlung ohne Kontaktglas.

Warum führt eine bessere Patientenaufklärung mit Navilas zu mehr Effizienz?

Wir betrachten die Aufklärung als einen grundlegenden Aspekt für eine bessere Patientenerfahrung. Wir müssen ihnen Vertrauen und Wissen über ihre Behandlung vermitteln. Eine angemessene Aufklärung führt also zu kooperativen Patienten. Das kann in vielen Fällen schwierig und zeitaufwendig sein. Mit Navilas müssen wir nur das Bild der Netzhaut inklusive aller von uns applizierten Markierungen zeigen. Und nach der Behandlung können wir zeigen, was getan wurde.

Wie hilft Ihnen die digitale Dokumentation beim Zeitsparen?

Ein weiterer Aspekt für ein besseres Zeitmanagement ist die Dokumentation. Um eine konventionelle Behandlung richtig zu dokumentieren, müssen wir Laserparameter notieren, ein Bild des hinteren Pols zeichnen und den Behandlungsbereich markieren. Da das manuell erfolgt, sind die Daten nicht immer präzise. Mit Navilas drucken wir einfach ein PDF aus und das war‘s. Perfekte Dokumentation in weniger als 10 Sekunden. Und in naher Zukunft hoffen wir, es direkt in unsere elektronische Patientenakte aufnehmen zu können.

Nach der Einführung von Anti-VEGF ist der Einsatz der retinalen Photokoagulation zurückgegangen. Glauben Sie, dass Navilas diesen Trend ändern wird? Wann setzen Sie den Laser in Ihrem Arbeitsalltag ein?

Ich würde eigentlich nicht sagen, dass Navilas das Indikationsspektrum ändert. Navilas macht es jedoch möglich, die Häufigkeit von Laserbehandlungen bei entsprechender Indikation zu erhöhen.

Damit meine ich, dass man auch bei „schwierigen“ Patienten den Laser einsetzt, statt ihre Anti-VEGF-Behandlungen zu erweitern. Stellen Sie sich vor, Sie haben einen extrem lichtempfindlichen Patienten. Auf der Grundlage der Diagnose und der klinischen Befunde wäre eine Laserbehandlung indiziert. Allerdings wäre es einfacher, nur eine Injektion durchzuführen. Oder ein Patient weist zwei stark undichte Mikroaneurysmen relativ nahe der Fovea auf. Die Behandlung mit einem konventionellen Laser ist eine große Herausforderung, manchmal sogar gefährlich, wenn der Patient an der Spaltlampe nicht zu 100 % kooperativ ist.

Mit Navilas ist es plötzlich möglich, solche Fälle mit dem Laser zu behandeln. Zusätzlich gibt es weitere Indikationen, die bisher einfach zu problematisch waren und daher unbehandelt blieben – zum Beispiel parafoveale Leckagen bei RCS.

Ein weiterer Aspekt, der zu einem verstärkten Einsatz von Lasern im Alltag beiträgt, ist die Ausbildung von Ärzten. Bei einer geringen Anzahl von fokalen Laserbehandlungen hat man weniger Erfahrung mit der korrekten Anwendung – somit ist eine Injektion einfacher. Mit Navilas wird der Arzt bei der Durchführung der richtigen Behandlung unterstützt. Das kommt besonders jüngeren Assistenzärzten zugute, die erst wenig Erfahrung mit fokalen Lasern haben.

Was sind also Ihrer Erfahrung nach die wichtigsten Punkte, die die Investition in den Navilas-Laser rechtfertigen?

Es gibt einige verschiedene Punkte, die dafür sprechen. Die Sicherheit und Schnelligkeit der Laseranwendung haben bei unserer Entscheidung für diesen Laser eine große Rolle gespielt. Die Patientenaufklärung erwies sich als ein weiterer wirklich wichtiger Faktor in unserer aktuellen Praxiserfahrung.

Und der letzte Punkt mag etwas seltsam anmuten: der Spaßfaktor. Mit den digitalen Möglichkeiten von Navilas machen Laseranwendungen plötzlich wieder Spaß. Es macht Spaß, denn man kann genau die Behandlung einsetzen, die man möchte. Und gleichzeitig, nach der erst einwöchigen Testphase mit etwa 30 Behandlungen mit Navilas, war die Reaktion der Patienten eindeutig positiv.

Dr. Freisberg, vielen Dank für Ihre Zeit.

Dr. Lars Freisberg von Tulsa Retina Consultants

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